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Unter Web 2.0 versteht man die "zweite Phase" des Internets, in der die Online-Welt ihre wahre Stärke entwickelt: die soziale Vernetzung von Menschen. Onlinetagebücher, besser bekannt als Blogs (von Weblogs), gewinnen mehr und mehr an Bedeutung. Genauso sind Videoportale und Foren aus der virtuellen Realität nicht mehr wegzudenken.
User geben über die digitale Mundpropaganda Meinungen preis, tauschen Erfahrungen und Wissen aus. Produkte werden bewertet, Dienstleistungen kommentiert und Webseiten empfohlen. Kollektives Wissen wird in Diensten wie Wikipedia gebündelt. Nicht nur der Umfang der abrufbaren Daten nimmt zu, sondern auch die Fähigkeit und Kompetenz der Online-Gemeinde. In einem demokratischen Selbstreinigungsprozess werden unzureichende oder gar falsche Informationen aussortiert. Vor fast jeder Kaufentscheidung berät sich der Interessent im Netz. Negative Erfahrungen mit einem Produkt lasten diesem hier lange an. Vergessen kennt das Internet nicht.
Unternehmen bieten sich im Web 2.0 eine Menge Chancen. Sie sollten versuchen, Teil der Community zu werden. Mit einem eigenen „corporate blog“ macht man sich und seine Webpräsenz sichtbarer, greifbarer für andere Nutzer und potenzielle Kunden. Keine Firma sollte Angst haben, Farbe zu bekennen, sich auch deutlich zu Themen zu positionieren. Kritik und Kommentare geben Unternehmen eine persönliche Note. Sich ins Web 2.0 zu integrieren, bedeutet cleveres Marketing. Die Mittel sind fast unbegrenzt: Uploads eigener Fotos und Filme in Portale wie flickr oder YouTube, Rekrutierung seine Kunden zu einer eigenen Community, selbst in Wikipedia aktiv werden, sich für Links revanchieren, RSS-Feeds anbieten, Votings und Polls (Abstimmungen) durchführen und vieles mehr.